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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Aufziehen

Extreme Form der Folter, deren Anwendung beim Verhör von Hexen auf dem europäischen Kontinent weit verbreitet war. Eine der frühesten Erwähnungen dieser Foltermethode besagt, dass sie 1474 in Piemont angewendet wurde. Damals war sie an den italienischen Gerichten unter der Bezeichnung tratti di corde bekannt. Später griff man sie in vielen europäischen Ländern, darunter auch in Schottland, niemals jedoch in England, als wirksames Mittel zur Erpressung von Geständnissen auf.
Bei dieser Form der Folter band der Henker oder Folterknecht die Arme des Gefangenen auf dessen Rücken zusammen und zog den Verdächtigen dann mittels Rolle und Seil, das an dessen Händen befestigt war, zur Decke der Folterkammer auf. Diese Methode hatte den Vorteil, dass sich die Schulterknochen des Opfers ausrenkten, ohne sichtbare Anzeichen einer körperlichen Misshandlung zu hinterlassen.
Das Aufziehen konnte viele Male wiederholt werden, wenn sich ein Gefangener weigerte, die Fragen des Verhörenden in der gewünschten Weise zu beantworten. Es gibt Berichte über eine zwanzigjährige Deutsche, die 16o8 in Tettnang bei Konstanz während des Verhörs an einein einzigen Tag elfmal aufgezogen wurde; um die Wirkung der Folter zu erhöhen, hatte man an ihre Füsse ein fünfzig Pfund schweres Gewicht gehängt. Nach dieser Tortur wurde sie noch zehn Wochen lang gefoltert, bis die Befürchtung, sie könne dabei sterben, der Pein ein Ende setzte.
Weigerte sich ein der Hexerei verdächtigter Gefangener besonders hartnäckig, ein Geständnis abzulegen, dann wurde eine verschärfte Form des Aufziehens angewendet. Man hängte dem Verdächtigen bis zu dreihundertdreissig Kilogramm schwere Gewichte an die Beine, ehe man ihn aufzog. Nach einer gewissen Zeit wurde das Seil plötzlich gelöst, so dass der Geschundene ein Stück in Richtung Fussboden fiel, ehe er im letzten Moment mit einem Ruck angehalten wurde. Die Gewalt, die dabei auf den Körper wirkte, reichte aus, um faktisch jeden Knochen im Körper des Gefangenen auszurenken. Es hiess, dass die viermalige Anwendung dieser gefürchteten und äusserst grausamen Foltermethode im allgemeinen tödlich sei und nur von den widerstandsfähigsten Opfern überlebt werden könne.
Eine weitere brutale Form des Aufziehens existierte Berichten zufolge auf den Kanalinseln, wo man selbst zum Tode verurteilte noch folterte, um ihnen die Namen von Komplizen zu entlocken. Hier band man das Seil an den Daumen des Opfers fest. In manchen Fällen liess man den Verurteilten wie bei der verschärften Form des Aufziehens plötzlich fallen, so dass seine Daumen abgerissen wurden.
Um die Wirkung der Folter zu erhöhen, wurde der Aufgezogene oft zusätzlich noch mit Daumenschrauben und Zehenschrauben gemartert. Der sadistische Balthasar Ross, ein deutscher Hexenrichter aus dem frühen siebzehnten Jahrhundert, peinigte aufgezogene Frauen mit rotglühenden Spiessen. Andere Folterer sollen die Gefangenen während des Aufziehens mit brennenden Schwefelkugeln gequält haben.

 

 

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